Klares Nein zur Ernährungsinitiative


28.08.26 - Der Agrotec Suisse lehnt die Ernährungsinitiative, über die am 27. September 2026 abgestimmt wird, klar ab.



Der Schweizer Bauernverband (SBV) bezeichnet die Initiative zurecht als «Vegan-Zwang». Denn nur mit einer weitestgehend veganen Ernährungsweise für alle liesse sich die Forderung nach einem enorm hohen Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent erreichen. Der Bevölkerung soll also vorgeschrieben werden, wie sie zu essen hat. Die Schweizer Landwirtschaftspolitik hat mit dem Absenkpfad, der AP22+ und der angekündigten AP 2030 bereits Leitplanken für noch mehr Nachhaltigkeit gesetzt. Die Initianten müssen sich auch den Vorwurf der Zwängerei gefallen lassen, denn mit der «Trinkwasserinitiative» hat die Initiantin Franziska Herren bereits ein ähnliches Begehren lanciert, das vom Stimmvolk jedoch mit über 60 Prozent Neinstimmen abgelehnt worden ist.

Grasland Schweiz benötigt Tierhaltung  
Die Schweiz ist ein Grasland. Im Berg- und Hügelgebiet und damit in vielen Regionen der Schweiz wächst nur Gras und dieses kann ausschliesslich über Raufutterverzehrer für die menschliche Ernährung genutzt werden. Die nachhaltige Tierhaltung wird über Tierwohlprogramme gefördert. Tierhaltung und Pflanzenbau gehören im Grasland Schweiz zusammen und stellen geschlossene Nährstoffkreisläufe und gesunde Böden sicher. Die Initiative schwächt gleichzeitig das Produktionspotential für Gemüse, Obst, Kartoffeln, Raps, Getreide oder andere pflanzliche Kulturen mit unsinnigen Auflagen.

«Nein zu einer Initiative, welche die Schweizer Landwirtschaft schwächt und die Bürgerinnen und Bürger bevormundet.»  
Werner Berger, Vorstandsmitglied Agrotec Suisse

Negative Auswirkungen für die Landtechnikbranche  
Bei Annahme der Initiative müsste die Konsumfreiheit massiv eingeschränkt werden und es würden staatlich vorgegebene Sortimente und Angebote in Produktion, Verarbeitung, Handel und Gastronomie nötig. Zusätzliche Auflagen würden Lebensmittel verteuern, zudem würden sich Konsumentinnen und Konsumenten vermehrt im Ausland mit Produkten eindecken, die in der Schweiz nicht mehr erhältlich sind – die Schweizer Ernährungswirtschaft würde markant Marktanteile verlieren. Unter dem Strich würde die Schweizer Landwirtschaft massiv geschwächt und damit auch unsere Branche.

Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative klar ab  
Der Bundesrat beurteilt die Ernährungsinitiative als unnötig, handelspolitisch riskant, administrativ aufwändig und teuer. Er hat dem Parlament deshalb in seiner Botschaft die Ablehnung ohne Gegenvorschlag empfohlen. Im Ständerat scheiterte sie mit 44 zu 0 Stimmen bei 0 Enthaltungen widerspruchslos. Ebenso einstimmig fiel das Ergebnis im Nationalrat aus: 194 zu 0 Stimmen bei 0 Enthaltungen.

Jetzt aktiv werden  
Agrotec Suisse lehnt die «Ernährungsinitiative» klar ab und empfiehlt allen Mitgliedern, sich im Freundes-, Bekannten- und Kundenkreis für ein Nein zu engagieren. Die «Allianz gegen die Ernährungsinitiative» liefert auf ihrer Website Hintergrundinformationen und stellt auch ein Argumentarium zur Verfügung, das als PDF heruntergeladen werden kann.  

Kampagnen-Webseite Ernährungsinitiative Nein!

Der Berner Bauern Verband stellt auf seiner Website kostenlos Abstimmungssujets, Flyer, Präsentationen und weiteres Material zur Verfügung:

Berner Bauern Verband: Aktiv werden!

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