Nächster Halt: Weltmeisterschaften! Baumaschinenmechaniker Sandro Amrhein fliegt im Herbst nach Shanghai.
Vom 22. bis 27. September 2026 finden in Shanghai die nächsten WorldSkills statt. Mit dabei ist auch der Thurgauer Baumaschinenmechaniker Sandro Amrhein. In den kommenden Monaten bereitet er sich deshalb akribisch auf den Wettkampf vor, um das Maximum aus seinen Fähigkeiten herauszuholen.
Der Baumaschinenmechaniker Sandro Amrhein aus Balterswil im Kanton Thurgau misst sich mit den weltbesten seiner Branche und tritt im September in Shanghai an den WorldSkills an. Gemeinsam mit 42 weiteren Schweizer Kandidatinnen und Kandidaten vertritt er sein Land und seinen Beruf. Das Ziel ist klar: Er möchte eine Medaille gewinnen.
Damit dieser Traum wahr wird, widmet er sich intensiv seiner Vorbereitung. Der junge Baumaschinenmechaniker trainiert während und nach der Arbeit in seinem Betrieb der Kuhn Schweiz AG aus Lommis, hat bereits diverse Weiterbildungskurse im Bereich Diagnosetechnik besucht und nimmt ausserdem an diversen Veranstaltungen teil, die von der SwissSkills-Organisation ausgerichtet werden. An diesen offiziellen Trainings geht es viel um mentale Stärke, Teamgeist und den richtigen Umgang mit den Medien.
Unterstützend an seiner Seite hat er den Experten Martin Schär, der auch bereits sein Lehrmeister war. Martin Schär ist langjähriger Experte an den Europa- und Weltmeisterschaften und weiss genau, was seine Kandidaten an Vorbereitung benötigen. Gemeinsam feilen sie an den fachlichen Fertigkeiten und bereiten sich auch mental auf die Herausforderungen vor, die ihn in Shanghai warten werden. Welche Aufgaben es zu lösen gilt, wird sich erst am Wettbewerb selbst zeigen, weshalb Sandro Amrhein möglichst umfassend trainiert.
Sandro Amrhein übergab bei den diesjährigen SwissSkills Championships im Bildungszentrum Aarberg die Medaillen an die glücklichen Gewinner. Wir haben diese Chance genutzt und mit ihm ein Interview über die bevorstehenden WorldSkills geführt:
Wie laufen deine Vorbereitungen? Bist du zufrieden?
Ja, es läuft gut. Im Winter besuchte ich im Bereich Diagnosetechnik verschiedene Kurse. Dort konnte ich mein Grundwissen stärken und habe auch viel Neues dazugelernt, das während der Lehrzeit noch kein Thema war. Momentan trainiere ich intensiv unter Zeitvorgaben, damit ich für den Wettkampf optimal vorbereitet bin.
Was beschäftigt dich aktuell am meisten?
Ich spüre sicherlich einen gewissen Druck, weil die beiden vorherigen Teilnehmer gut abgeschnitten haben (Anm. d. Redaktion: Cédric Lang gewann 2024 in Lyon Gold; Pascal Hofstetter gewann 2022 in Salzburg Bronze) und hoffe, dass mir ebenfalls ein sehr gutes Resultat gelingt.
Dein Experte Martin Schär war auch dein Lehrmeister. Wie ist das für dich?
Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander und ich konnte schon während meiner Ausbildung enorm von seinem grossen Fachwissen profitieren. Er ist sehr darauf bedacht, dass man Probleme selbst löst, und das kommt mir nun zugute. Falls möglich, achtet er im Betrieb darauf, dass ich jene Kundenaufträge zugeteilt bekomme, die mich fordern, damit ich extra Trainingsstunden habe. Ich bin froh, ihn an meiner Seite zu wissen und freue mich auf die kommenden Monate.
An was musst du für die WorldSkills noch am meisten arbeiten?
Ich möchte mich punkto sorgfältigem und präzisem Arbeiten weiter verbessern. Das erscheint mir enorm wichtig, gerade wenn man unter Zeitdruck abliefern muss. Ausserdem setze ich mich vertiefter mit den Themen Arbeitsvorbereitung und Sicherheit auseinander.
Sandro Amrhein bleibt noch ein knappes halbes Jahr, bis es ernst gilt. Wir drücken ihm die Daumen und werden vom 22. bis 27. September fleissig mitfiebern. Viel Erfolg, Sandro!